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Nur 33 Jahre nach dem Kontributionsregister wurde 1712 eine weitere umfassende Viehzählung durchgeführt. Hierzu gab die Bevölkerung zunächst Bestände an, die man anschließend von herrschaftlicher Seite nachzählte, bewertete und Steuern daraus errechnete. Die folgende Tabelle vermittelt einen Eindruck von der landwirtschaftlichen Viehhaltung zu Beginn des 18. Jahrhunderts und der Besitzstruktur aller Höfe der Bauerschaft.
[Pf=Pferde, Fü=Füllen, K=Kühe, Bs=Bester, Kä=Kälber, S=Schweine, Bk=Bienenkörbe] Neben diesen Höfen wurden auch Kleßen Erbe, Sieveke Hupens, Otke Restehusens Köterei, Lange Johans Köterei, Dageraths Köterei, Ulken Köterei und Heuerling Hinrich Helmers angeführt. Bei Ihnen wurde jedoch nichts eingetragen. Lange Johans und Hinrich Helmers selbst hatten kein Vieh und auf den anderen Höfen waren nur Heuerleute, die man bei jenen Stand berücksichtigte. Insgesamt gab es nach dieser Viehbeschreibung 105 Pferde, 8 Füllen, 200 Kühe, 104 Bester, 28 Kälber, 85 Schweine sowie 33 Bienenkörbe in der Bauerschaft Hollwege. Im Vergleich zum Kontributionsregister hat sich die Zahl der Pferde und Kühe mehr als verdoppelt, das Jungvieh vervierfacht, die Zahl der Schweine um das siebenfache und die Bienenkörbe um das sechsfache zugenommen, und das in fast nur einer Generation. Auch wenn die Pest 1679 sicher noch ihre Auswirkungen zeigte und seitdem neue Höfe hinzukamen, war die Steigerung der Viehbestände innerhalb dieses kurzen Zeitraumes doch ungewöhnlich hoch. |
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