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  Tun was man liebt, um glücklich und erfolgreich zu sein

Wieviele Menschen sitzten nicht tagein tagaus an ihrem Arbeitsplatz, der Beruf gefällt Ihnen nicht, die Arbeit belastet sie, sie haben innerlich gekündigt und trotzdem jeden Tag das gleiche. Wieso sitzen sie dort und noch schlimmer wieso bleiben sie dort sitzen?

Die Lösung ist nicht einfach, eine Vielzahl von Faktoren führt sie dort hin, z.B. Eltern, fehlende Arbeitsplätze, Statusvorstellungen. Sie bleiben dort, weil der Arbeitsplatz ja sicher sei, Angst vor der Arbeitslosigkeit herrscht usw. Die Bequemlichkeit und scheinbare Sicherheit lähmt im Handeln.

Nun wie kommt man doch aus solch einer Dauersituation hinaus, gibt es überhaupt eine bessere?

1.) Wenn Sie tun was Sie lieben, werden Sie in Ihrer Arbeit glücklicher und erfolgreicher. Denn Sie gehen in Ihrer Tätigkeit auf, erleben "flow" (das da hinfließen). Näheres hierzu in untem abgedrucktem Artikel "Glück ist machbar".

2.) Wenn Sie Ihren Beruf nicht sofort aufgeben können, finaziell oder aus anderen Gründen, dann versuchen Sie parallel an Ihrem neuen Beruf zu bauen, solange bis Sie dort erfolgreich sein können, dann können Sie den alten Beruf verlassen.

aus Focus:

"Titel: Glück ist machbar

Vorspann: Wer an sich glaubt und mit der richtigen Strategie plant, verwirklicht seine Ziele und Träume. Solche Erfolge beflügeln das Ego

Text: Schwimmen, fischen, faulenzen und mit Mädchen flirten fielen in diesen Ferien aus. Der 16-jährige Richard Branson verbrachte die sonnigen Tage im Keller, wo er an einer Zeitschrift bastelte. "Student" hieß das Blatt, das trotz seiner kurzen Lebensdauer wegen der Interviews mit Mick Jagger und John Lennon berühmt werden sollte.

"Alles, was ich im Leben tue, will ich gut machen und niemals halbherzig", schrieb der Jugendliche Ostern 1967 an seine Eltern. In seinem Brief warb er um Verständnis für seine Besessenheit und erklärte, dass er leider keine Zeit habe, im Garten zu helfen oder gar zu studieren.

Die Toleranz der Eltern hat sich gelohnt: Heute ist der Engländer Branson 52 Jahre alt und einer der schillerndsten und reichsten Unternehmer der Welt. Und er hat noch immer nicht genug: "Mein Hobby sind große Ziele, vielleicht sogar solche, die unerreichbar erscheinen."

Auf Visionen und Wagemut gründet auch der heutige Weltkonzern Microsoft. "Lass uns in der Scheune ein Ding aufziehen", beschlossen Bill Gates und Paul Allen 1975. Die Computerfreaks verschanzten sich in einer zum Büro umfunktionierten Garage und tüftelten an einer Software. "Wir wussten nicht mehr, ob es Tag oder Nacht war. Oft bin ich einfach am Schreibtisch oder auf dem Boden eingeschlafen. Es gab Tage, an denen ich nichts aß und niemanden sah", erinnert sich Gates - heute 47 und Idol einer ganzen Generation.

Als Jugendlicher träumte der Deutsche Gerd Engel von drei Dingen: Er wollte die Welt sehen, Kapitän werden und Bücher schreiben. Seine Ziele hat der Abenteurer, Extremsegler und Autor längst verwirklicht, aber Pläne schmiedet der 69-Jährige noch immer: "Ich lasse ein neues Schiff bauen und möchte gern den Jangtse in China befahren und die Bering-Straße", plant Engel, der vor einigen Tagen von einem neunmonatigen Törn zu den Kerguelen im südlichen Indischen Ozean zurückgekehrt ist.

Träume, Visionen, Ziele und der unerschütterliche Glaube, alles im Leben schaffen zu können - diese Gabe zeichnet Männer wie Branson, Gates und Engel aus. Sie gelten als Ausnahmeerscheinungen, denn nur wenige Menschen trauen sich zu, von Großem zu träumen. "Viele begnügen sich fast schicksalsergeben mit dem, was das Leben für sie vorgesehen zu haben scheint", kritisiert der Münchner Sozialpsychologe Dieter Frey. Derartige Passivität hebt nicht gerade das Selbstbewusstsein - "denn wer sich um Erfolge bringt, traut sich auch bald gar keine mehr zu". Das Ergebnis: Die eigene Energie trudelt gen Nullpunkt, und das Glücksgefühl verkümmert wie eine vertrocknete Primel.

Warum verwirklichen die einen konsequent ihre Träume, während andere scheitern, wenn sie ein Studium abschließen, eine eigene Firma aufbauen oder einfach nur fünf Kilogramm abnehmen wollen? "Mehr oder weniger stark ausgeprägte Charaktereigenschaften wie Willensstärke, Zähigkeit, Ehrgeiz, Hartnäckigkeit erklären die Unterschiede in der Wirksamkeit des eigenen Handelns nur bedingt", sagt Falko Rheinberg, Professor für Psychologie an der Universität Potsdam. Der Mensch, sein Drang nach Erfolg und sein Talent zum Glücklichsein wirken so komplex und kompliziert wie das Ökosystem der Weltmeere.

Wissenschaftler nähern sich dem Geheimnis von mehreren Seiten. So entdeckten Hirnforscher, dass die Reife des Frontalhirns eine entscheidende Rolle spielt, wie konsequent ein Mensch seine Ziele verfolgt. Im frontalen Bereich sitze die Fähigkeit, Ziele zu formulieren, zu planen, zu strukturieren und schließlich umzusetzen, weiß Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie an der Universität Ulm (siehe Interview). Wer seine Pläne mit Beständigkeit verfolgen wolle, benötige ein trainiertes Gehirn.

Wie die neuesten Forschungsergebnisse aus der Psychologie besagen, muss der Mensch seine wahren Antriebskräfte und Neigungen erkennen und diese in Einklang bringen mit seinen Wertvorstellungen. "Nur wer in beiden Kategorien möglichst optimale Übereinstimmung erzielt, erlebt in der Verwirklichung seiner Ziele Erfüllung und Glück", hat der Psychologe Falko Rheinberg erforscht.

Das Glück des Einzelnen wirkt auch auf die Fortune einer Gesellschaft - und umgekehrt, denn Mensch und Umwelt beeinflussen sich wechselseitig. "In Deutschland regiert Mittelmaß", kritisiert der Münchner Sozialpsychologe Dieter Frey. Statt Visionen diskutierten Politiker pragmatische Notlösungen, statt weitsichtiger Strategien präsentierten sie Kommissionen, Arbeitsgruppen und die x-te Agenda. "Diesem Land fehlen Persönlichkeiten, die Visionen entwickeln und den Kreislauf der Lethargie durchbrechen", fordert Frey.

Hat sich Deutschland, das einstige Wirtschaftswunderland, der nihilistischen Auffassung von Franz Vranitzky verschrieben? Wer Visionen habe, der brauche einen Arzt, verkündete der ehemalige österreichische Bundeskanzler.

Visionen und den Drang, die Zukunft zu gestalten, scheint das "alte Europa" verlernt zu haben. Amerika dagegen hat begonnen, die Welt nach seinem Gusto neu zu ordnen. Die Supermacht präsentiert sich bei dieser Aufgabe, wie es schon der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewki beschrieben hat: Jede Nation, die sich die Zukunft erobern wolle, müsse sich als die beste und einzig notwendige im Weltall empfinden. Aus dieser Selbstüberschätzung entwüchsen besondere Kräfte, eine Stärkung, sogar ein Rausch.

Mehr Optimismus! Mehr Schwung! Mehr Dynamik! Geradezu bescheiden klingen in der Bundesrepublik die Appelle, die Unternehmer, Altbundeskanzler oder der Bundespräsident in regelmäßigen Abständen ans Volk richten. Die Deutschen hören brav zu - und warten ab, anstatt sich zu regen. "Es ist nicht so einfach, Schwung zu entwickeln, wenn das ganze Land jammert und negativ gestimmt ist", weiß der Münchner Wissenschaftler Frey.

Aber es geht.

Visionen und Träume brauchen Mut und die richtige Strategie - ansonsten verdampfen sie zu luftigen Wolkengebilden. Das gilt im großen Raum der Politik ebenso wie im Privaten.

Der Psychologe Frey empfiehlt, die Verwirklichung von Träumen mit "einer Art Drehbuch" zu starten. Es sollte folgende drei Kapitel enthalten:

- Formulieren Sie Ihre Teilziele inhaltlich. Legen Sie einen Zeitplan fest, wann Sie diese erreichen wollen.

- Listen Sie alle notwendigen Fertigkeiten und Voraussetzungen auf, und erfüllen Sie diese, bevor Sie loslegen (Finanzierung, Lizenzen, Büroräume usw.).

- Bedenken Sie, welche Hindernisse Ihren Weg kreuzen können.

"Die meisten Menschen vergessen, ein Worst-Case-Szenario zu entwickeln", warnt Frey. Nur wer den schlimmsten Fall gedanklich durchspiele, könne ein Scheitern abwenden, wenn dieser eintrete.

Den Fehler, eventuelle Rückschläge zu ignorieren, begingen die meisten Unternehmer der New Economy. Unvorbereitet und noch immer im Partyrausch, rasten sie samt ihren Visionen von der Eroberung der Märkte in den Abgrund. Ihre Firmen, die an den Börsen teilweise höher bewertet worden waren als berühmte Konzerne, versanken in Bedeutungslosigkeit. Strategien gegen eine Krise hatten die vom Erfolg verwöhnten Jungunternehmer in ihren Business-Plänen vergessen.

Ihre Visionen haben die Sieger von einst inzwischen den Kleinaktionären überlassen. Einer der ganz wenigen, der an seinen Ideen und seinem Unternehmen Intershop festhält, ist der Thüringer Stephan Schambach. Der heute 32-Jährige kämpfte wie ein Ertrinkender gegen das drohende Aus.Er investierte seine verdienten Millionen wieder in die Firma und glaubt nun daran, "gestärkt aus der Krise hervorzugehen". Dies sei ein Lernprozess, predigt Schambach, "da müssen wir durch".

Macht diese Schufterei, dieses Hoffen und Schwanken zwischen Erfolg und Scheitern glücklich? Ja, versichern Psychologen, ein Mensch, der sein Potenzial ausschöpfe, erlebe Glück - selbst dann, wenn er seine Ziele korrigieren müsse oder vielleicht sogar aufgeben.

Gerd Engels Traum, allein und nonstop um die Welt zu segeln, zerschellte 1600 Seemeilen vor Südamerika. Die Kommunikationsanlage, Kurzwelle, Steuerung, Notebook, Heizungen waren ausgefallen, Engel hatte sich zwei Schneidezähne ausgeschlagen, und schließlich war auch noch der Mast des Schiffs gebrochen. Der Extremsportler strandete auf der Insel Ascension, wo er wochenlang seinen Katamaran reparierte. "Ich habe das Leck abgedichtet und den Mast geschweißt", erzählt der Kapitän und Lotse im Ruhestand. "Mein Schiff habe ich allein nach Hause gebracht." Diese Leistung bewundern viele Experten genauso, als hätte Engel die Weltumseglung geschafft. Dem Abenteurer "läuft es heute noch kalt den Rücken runter", wenn er daran denkt.

Der Weg ist das Ziel, erinnert ein Sprichwort, dessen Wahrheitsgehalt Wissenschaftler mit ihrer eigenen Formel bestätigen: Je intensiver sich Menschen mit ihren Ideen beschäftigen, je leidenschaftlicher sie sich ihren Aufgaben widmen, desto müheloser und schwungvoller erreichen sie ihre Ziele. Jeder Erfolg wiederum bedeutet Doping fürs Ego. Das Selbstbewusstsein wächst - und damit der Mut zu neuen, vielleicht noch kühneren Plänen.

Was einfach klingt, gelingt doch nicht jedem Menschen gleich gut. Während sich der eine über jeden gewonnenen Auftrag freut wie ein Kleinkind, das die Kerzen auf der Geburtstagstorte auspusten darf, quält sich der andere freudlos durch den Alltag. Erfolge verschaffen kaum Befriedigung - sie werden abgehakt als erledigte Last.

Jeder erfüllte Traum steigert das Glück? So simpel funktioniert die Gleichung nicht. Die Gründe für das Auf und Ab der Emotionen erforscht der Psychologe Falko Rheinberg in einem von der Deutschen Forschungsgesellschaft geförderten Projekt.

Rheinberg unterscheidet zwischen den Neigungen eines Menschen (basale Motive) und seinen Wertvorstellungen (motivationale Selbstbilder). Das eine treibt ihn unbewusst an, es regiert "sein Bauchgefühl". Das andere definiert seine Überzeugung, danach richtet er Entscheidungen aus.

Wenn zwischen beiden Kategorien ein Widerspruch klaffe, quäle sich der Mensch durch den Tag, weiß der Motivationsexperte. "Nichts läuft von selbst. Dieser Mensch wirkt verbissen und verkrampft. Ständig muss er sich zum Durchhalten ermahnen."

Glücklich dagegen sei derjenige, bei dem Neigungen und Wertvorstellungen zusammenpassen. Rheinberg bezeichnet diese Übereinstimmung als "motivationale Kompetenz". Diese beschere Leichtigkeit und das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben.

Das motivierende Stimmungshoch heißt in der Fachsprache der Psychologen "Flow" (Fließen). Der amerikanische Wissenschaftler Mihaly Csikszentmihalyi definierte Flow als das Glücksgefühl, das während einer Tätigkeit entstehen kann, die weder stresst noch langweilt, deren Anforderungen nicht zu hoch und auch nicht zu gering sind.

Ein Viertel der Deutschen kennen diesen Kick, der Zufriedenheit und manchmal sogar einen kleinen Rausch beschert. 41 Prozent erleben ihn "ab und zu", hat das Allensbacher Institut für Demoskopie zwischen 1995 und 2002 erforscht. Zehn Prozent der Befragten gaben an, das Gefühl, ganz in einer Tätigkeit aufzugehen, überhaupt nicht zu kennen.

"Unsere Forschungen sind noch zu jung, aber die Vermutung liegt nahe, dass sich diese Menschen Ziele setzen, die sie zwar für wertvoll und erstrebenswert erachten, die aber ihren innersten Neigungen widersprechen", formuliert Rheinberg seine Hypothese, die er mit den aktuellen Forschungen belegen möchte.

"Ändere, was du ändern kannst", so der pragmatische Rat des Psychologen. Der erste Schritt in ein glücklicheres Leben beginne mit einer schonungslosen Selbstdiagnose. Rheinberg empfiehlt, "sich von außen wie ein fremdes Insekt zu beobachten". Nur so könne man erforschen, was einen wirklich erfüllt.

Folgende Überlegungen sollen bei der Analyse helfen:

- Finden Sie heraus, was Sie auch ohne Belohnung immer wieder gern erledigen. Welche Tätigkeiten ziehen Sie anderen zeitlich vor?

- Wobei oder wann arbeiten Sie problemlos und finden kein Ende?

- Haben Sie sich über ein Ergebnis besonders gefreut, oder empfanden Sie trotz Erfolgs keine Freude?

- Malen Sie sich detailliert aus, was Sie für das Erreichen eines Ziels tun müssen und wie Sie sich dabei fühlen werden.

Wer seine Neigungen und Bedürfnisse kennt, hat nur noch ein Problem: Die Welt richtet sich nicht nach unseren Wünschen aus. Psychologe Rheinberg rät, bei unangenehmen Aufgaben auf seinen starken Willen zu bauen und den Job "zügig durchzuziehen".

Der englische Millionär Richard Branson motiviert sich in schwierigen Fällen mit seiner eigenen, unkonventionellen Methode: "Beweg endlich deinen Hintern, du alter Sack." Diesen aufmunternden Satz rufe er sich laut zu, behauptet Branson. "Und dann geht's."

"Wir haben Glück gehabt, aber das Wichtigste war wohl unsere ursprüngliche Vision" Bill Gates, Gründer Microsoft."



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