Bilder aus dem Gebiet "Wehlen" (2002-2003)

Der Wehlen liegt zwischen Felde und Moorburg, im Wehlen finden sich Wald, Wiesen, Ackerland, Flußläufe (Ive und Neuengländer Streek) und die Reste der sogenannten "Friesenschanze". Früher wurde auch zwischen Lege Wehlen und Hoogen Wehlen unterschieden (niedriger und hoher Wehlen). Die Übersetzung für Weel, Wehl lautet Wasserloch, Kolk. Die Mehrzahlform Wehlen deutet somit wahrscheinlich auf Wasserlöcher. Selbst heute findet man in diesem Gebiet insbesondere in der Nähe der Flußläufe noch nasse Stellen im Land. Mit früher noch schlechterer Entwässerung können diese noch zahlreicher vorhanden gewesen sein, was den Namen erklären könnte.

Carl Baasen schreibt 1927 zur Friesenschanze: „Sehr gut erhalten sind fünf Gräben mit beiderseitigen Wällen, die in einem Punkte zusammenlaufen. Daran anstoßend ist eine runde Anlage in den Wiesen nur undeutlich zu erkennen.“
1991 schreibt Dieter Zoller zur Friesenschanze: „Wall- und Grabensystem an der Iven-Bäke (Gr. Norderbäke), Fl. 35, Parz. 41 und 43. Besitzer: Heidkroß, Felde. Mehrfache Wall- und Grabenanlage mit eigentlicher Schanze und zwei daran anschließenden Wällen, die parallel zueinander verlaufen. Die Anlage liegt an der Ive-Bäke, südlich der Ive-Brücke. Die beiden Parallelwälle im Süden wurden von dem Besitzer nach dem Zweiten Weltkrieg eingeebnet. Bei den Gräben handelte es sich um Trockengräben. Die ganze Anlage ist im Zuge des Landwehrsystems des Ammerlandes gegen die Friesen zu sehen. Zwischen der sächsisch-oldenburgischen Herrschaft und Bevölkerung und den Friesen gab es bis in das 16. Jahrhundert hinein fast ununterbrochen Fehden und Kämpfe. Urkundliches Material liegt über diese Schanze nicht vor. Die durchgeführten Testgrabungen haben kein Fundmaterial für eine genauere Datierung ergeben.“